Womit hören wir eigentlich? - Natürlich mit den Ohren!
Ja natürlich, aber nicht nur damit!
Im Prinzip ist unser ganzer Körper in der Lage, Schallwellen aufzunehmen.
Zugegeben, nicht alle Körperteile sind dafür so gut geeignet wie unsere Ohren.
Dennoch wird ein erheblicher Anteil dessen, was unser Klangbild bestimmt,
vom Gesicht, der Brust und dem Bauch absorbiert. Hohlräume wie Brustkorb
Mund-, Nasen- und Stirnhöle bilden hierbei Resonanzkörper, welche das
individuelle Klangempfinden prägen.
Wie groß ist der hörbare Bereich ?
Der Mensch kann Frequenzen zwischen ca. 16 Hertz und 16 Kilohertz hören, mit
zunehmenden Alter nimmt allerdings die Warnehmung für höhere Frequenzen ab.
Unser Lautstärkeempfinden ist dabei nicht linear. Am sensibelsten ist das
Gehör bei Frequenzen zwischen 2 und 6 Kilohertz, da werden Schallsignale bei
gleichem Schalldruck um Vieles lauter empfunden als zum Beispiel bei 50 Hz.
Wenn man ein paar grundlegende Dinge des natürlichen Hörens kennt,
kann man sich die Frage, warum das Hören mit Kopf- oder Ohrhörern nach
relativ kurzer Zeit nervt, leicht selbst beantworten. Das Bewusstsein sagt:
"Ich möchte diese schöne Musik hören!" ...während das
Unterbewusstsein sagt: "Mach aus, das tut weh !"
Abgesehen von den fehlenden Schallanteilen auf andere Körperpartien
und dem übermäßig hohen Direktschall im Gehörgang findet bei normalen
Kopfhörern die sogenannte Im-Kopf-Ortung statt, was sich ebenfalls negativ
auf unser Empfinden auswirkt. Schmerzen, die durch mechanischen Druck
im oder am Ohr verursacht werden, seien hier nur am Rande erwähnt.
Wenn Du die vorangegangenen |
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Solltest Du in Sachen Lautstärke zu Kompromissen gezwungen sein, dann ist Dein
Vorhaben eigentlich schon fast zum Sterben verurteilt. Da gibt es aus meiner Sicht
nur noch zwei Möglichkeiten.: Entweder Du ziehst um oder Du verkleidest die
"sensiblen" Wände mit Schallisolierung. - Wie sonst willst Du zum Beispiel
die Wucht und Dynamik eines großen Orchesters glaubhaft darstellen ?
Eines sei zum bewussten Hören noch erwähnt. Das menschliche Gehirn tut
sich etwas schwer damit, optische und akustische Reize getrennt zu verarbeiten.
Es ist also fast ausgeschlossen, sich die Lippen einer Sängerin vorzustellen,
während man mit den Augen die Sammeltassen im Wohnzimmerschrank zählt.
Man sollte Musik daher stets mit geschlossenen Augen genießen, und schon nach
kurzer Zeit wird Dich Deine Fantasie mit einem schönen Bühnenbild belohnen.
Umgekehrt lässt sich dieser Effekt auch nutzen, wenn man sein Fernsehgerät
zwischen den Boxen positioniert und den Fernsehton über die Stereoanlage
wiedergibt. Dann "klebt" der Ton förmlich an der Mattscheibe.
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