Wenn Du ein paar meiner Ratschläge beherzigt hast, wirst Du die Anschaffung
bestimmt nicht bereuen. Jetzt ist vieleicht noch ein Rack fällig, damit der
ganze "Krempel" nicht auf dem Boden herumsteht. Da sich dieses Regal
in Deine Wohnlandschaft einfügen muss, kann und will ich Dir hierbei nicht
hineinreden. - Nur ein winziger Tipp.: Je offener so ein Teil ist, umso
besser ist das. Denn niederfrequente Schallwellen regen nah beieinander
liegende Flächen zum Schwingen an, was eine Laseroptik schon
mal aus der Bahn werfen kann.
Die Aufstellung Deines Racks bzw. der Komponenten wird natürlich von den
Gegebenheiten des Wohnraumes abhängen. Man sollte aber darauf achten,
dass der Verstärker nicht zu weit von den Boxen entfernt ist. Lange Wege
erfordern stärkeres Lautsprecherkabel. Beachte dazu bitte auch den
Abschnitt "LS-Kabel" auf der Seite "Der Plan".
Grundsätzlich sei an dieser Stelle noch gesagt, dass Direktstrahler
(Boxen) im Gegensatz zu Rundumstrahlern einer gewissen Bedämpfung des
Hörraumes bedürfen. Das heißt, es sollen sich so viel wie möglich Textilien im
Raum befinden. Zu nennen wären da : Auslegeware oder Teppich, Gardinen,
Polstermöbel, Wandbehänge, Tischdecken und auch Plüschspielzeug.
Ist es nicht möglich entsprechend Textilien in den Raum einzubringen,
wird der Hörraumhall die Qualität der Performance mindern.
Wie ordne ich aber nun die Boxen an ?
Wenn wir dieses Thema besprechen, gehen wir immer von der Idealsituation aus.
In der Praxis wird man dann mit Kompromissen leben müssen, wohl wissend,
dass der Auftritt eines virtuellen Künstlers schon ein ziemlicher Kompromiss ist.
Die Hochtonlautsprecher der Boxen sollen bei eingenommener Hörposition
möglichst in Ohrhöhe sein. Der Mindestabstand der Boxen zu seitlichen Wänden
beträgt 70 cm. Dieser Abstand geht in den wenigsten Fällen zu realisieren.
Man kann sich hier mit einem kleinen Trick behelfen, indem man die
Vorderseiten der Boxen so weit zur Raummitte dreht, dass sich die gedachten
Abstrahlmittelachsen vor dem Hörer schneiden. Somit wird eine übermäßige
Abstrahlung in Richtung Seitenwände verhindert und damit die Bildung
von scheinbaren Schallquellen reduziert, welche ihrerseits die Ortbarkeit
des Schallereignisses erschweren.
Der Abstand der Boxen zur Wand hinter ihnen richtet sich nach der Tieftonqualität.
Bassschwache Boxen "lieben" die Wandnähe, wärend man Andere eher abrückt.
Bist Du gezwungen, die Boxen in die Anbauwand zu pferchen, wirst Du in den meisten
Fällen deren Bassreflexöffnungen zustopfen müssen.
Die Position des Hörers muss mit den Boxen ein gleichschenkliges Dreieck bilden,
wobei der Abstand zu den Boxen das ein- bis zweifache des Abstandes der Boxen
untereinander betragen sollte.
Ich glaube, die wichtigsten Dinge sind hiermit gesagt. Mir bleibt nun nur noch,
Dir viel Spaß bei Deinen Hörsitzungen zu wünschen.
Du bist nun am Ende des kleinen Ratgebers angelangt.
An dieser Stelle möchte ich mich für Deine Aufmerksamkeit bedanken.
Ergänzungen, Kritik, Hinweise und Anregungen bitte an:
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